Grundlos dick? Mein Weg aus der Stoffwechsel-Hölle (Printversion)

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Grundlos dick? Mein Weg aus der Stoffwechsel-Hölle

(124 Seiten)

LESEPROBE:

….Die erste Veränderung, die mein Körper feststellte, war eine stillgelegte Verdauung.

Ich litt an einer schweren Verstopfung, die ganze drei Wochen andauern sollte. Um dem Entgegenzuwirken, achtete ich darauf, so viele Ballaststoffe wie möglich zuzuführen, doch es half nichts.

Außerdem nahm ich plötzlich unkontrolliert zu. Anfangs freute mich das sogar, weil ich nach all dem emotionalen Kummer so radikal abgemagert war. Lange sollte meine Erleichterung aber nicht andauern: Es war nämlich kein normales Zunehmen. Vielmehr blickte mir aus dem Spiegel ein aufgedunsenes Gesicht entgegen, in meinen Beinen und Füßen stauten sich Wasseransammlungen, sodass ich meine Turnschuhe an der Seite aufschneiden musste, um überhaupt noch laufen zu können. Meine Haut färbte sich gelblich, ich war plötzlich komplett antriebslos und verwirrt. Ich beschrieb diesen Zustand immer so, als hätte mir jemand Drogen ins Wasser gemischt.  

Völlig verzweifelt vereinbarte ich also wieder einen Arzttermin.

„Frau Bonkat, was kann ich dieses Mal für Sie tun?“, fragte der Arzt. Verzweifelt erzählte ich von meiner Unfähigkeit, auf die Toilette zu gehen und meiner unkontrollierbaren Gewichtszunahme. „Machen Sie sich keine Sorgen. Das kann schon mal vorkommen. Versuchen Sie, genügend Ballaststoffe zuzuführen und trinken Sie ausreichend Wasser.“ Dann schickte er mich wieder nach Hause, wo ich verzweifelt in den Spiegel schaute und mir – obwohl ich sah, dass es nicht so war – sagte, dass alles gut wäre.

Wegen meines verlangsamten Stoffwechsels war es mir schon immer besonders wichtig gewesen, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Was aber nach der Einnahme von Paroxetin passierte, war die absolute Widerlegung allen von mir erlernten Wissens über Ernährung und Sport. 

Da ich damals noch der Meinung war, dass Ärzte auch Ernährungsexperten seien, quetschte ich jeden Spezialisten aus, um endlich wieder abnehmen zu können und mich gesund zu fühlen.

Heute weiß ich, dass Ernährung zu keiner Zeit eine Rolle in einem Medizinstudium spielt.

Damals verstand ich jedoch einfach nicht, warum mir niemand helfen konnte. Ich verstand nicht, dass mein Körper plötzlich so unfair zu mir war. Ich saugte die wenigen Informationen des Internets in mich auf bis ich auf eine Idee kam: Es gibt so viel mehr Amerikaner als Deutsche auf der Welt und somit vielleicht auch mehr Betroffene, die die Lösung für uns Erkrankte kennen könnten! Kurz gesagt: Ich begann auf Englisch zu recherchieren.

Da mir nie bewusst war, dass ich eines Tages meine Erfahrungen in Form dieses Buches aufschreiben würde, kann ich leider keine genauen Quellen mehr angeben. Was ich aber schnell lernte: Andere Betroffene, die sich mit Sinn und Verstand mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen und alles an sich selbst testen, werden zu echten Experten in ihrem ganz eigenen Bereich.

Das erste, was ich aus dem englischsprachigen Raum lernte war, dass Menschen mit Autoimmunkrankheiten Kohlenhydrate nicht verstoffwechseln können und daher strikt meiden sollten.

Aber das tat ich ja bereits und konnte diesen Punkt auf meiner Liste streichen. Es musste mit den Antidepressiva zusammenhängen, denn genau zu diesem Zeitpunkt hatte sich mein Gesundheitszustand so drastisch verändert. Was das genau war und wie ich es rückgängig machen würde können, stand nun ganz oben auf meiner Liste...

Ein paar Worte von mir...

Manche Menschen können nicht abnehmen und von diesem Satz lasse ich mich nie wieder abbringen!

Bin ich vielleicht eine der Frauen, die übergewichtige Menschen gar nicht versteht und nun Ratschläge wie „Macht mehr Sport!“ oder „Seid disziplinierter mit eurem Essverhalten!“ geben möchte? Ganz bestimmt nicht!

Ich kenne nämlich beide Seiten. Ich war mit Pizza und Pasta untergewichtig und mit Salat und Hühnchen pummelig.

Warum Keto & Co. bei manchen Menschen nicht anschlagen und welche Voraussetzungen der Körper haben muss, um überhaupt abnehmen zu können, erzähle ich in diesem Buch. Meine Empfehlungen sind einfach, schnell umzusetzen und kostengünstig.

Ich habe aufgrund meines hohen Leidensdrucks und fehlender Hilfestellung seitens der Mediziner Stück für Stück den menschlichen Stoffwechsel auf eigene Faust erforscht, alles an mir ausprobiert und viele Lösungsansätze gefunden, die ich in diesem Buch gerne mit euch teilen möchte.

Herzlichst,

Eure Christiane